Einige Mythen über Kombucha halten sich hartnäckig. Hier sind die vier, die wir am häufigsten hören – ehrlich beantwortet, mit echten Zahlen von unseren eigenen Etiketten.
Mythos 1: Kombucha ist voller Zucker
Wir brauen Tee mit Zucker, und das muss so sein: Der SCOBY (Symbiotic Culture of Bacteria and Yeast – symbiotische Kultur aus Bakterien und Hefen) ernährt sich vom Zucker und baut einen großen Teil davon während der Fermentation ab. Ohne Zucker keine Fermentation.
Was am Ende in der Flasche landet, steht auf jedem Etikett: ungefähr 4,2 bis 4,6 g Zucker pro 100 ml, das ergibt etwa 14 bis 15 g in einer 330-ml-Flasche. Eine klassische Limonade liegt bei rund 9 bis 10 g pro 100 ml. Unser Kombucha kommt also mit etwa der Hälfte des Zuckers einer Limo aus – und schmeckt trotzdem nach etwas.
Mythos 2: Kombucha steckt voller Koffein
Etwas Koffein ist drin – wir brauen schließlich aus Tee. Im Vergleich zu Kaffee ist die Menge gering. Wie viel übrig bleibt, hängt vom Verhältnis von Tee, Wasser und Zucker ab und von der Fermentation selbst. Nach der Fermentation ist bis zu ein Drittel des ursprünglichen Koffeins noch in der Flasche.
Mythos 3: Kombucha ist ein Pilz
Nein. Der SCOBY sieht ein bisschen so aus, ist aber keiner. Er ist eine Zellulosestruktur, die von Bakterien und Hefen gebildet wird, die in Symbiose zusammenleben – genau das sagt der Name: Symbiotic Culture of Bacteria and Yeast.
Mythos 4: Kombucha ist nur ein vorübergehender Trend
Kombucha hat gerade einen Moment in Deutschland und weltweit, aber das Getränk ist alles andere als neu. Seine Wurzeln reichen über 2.000 Jahre zurück. China gilt allgemein als Ursprungsland, wo er als „Tee der Unsterblichkeit" bekannt war, und es gibt frühe Aufzeichnungen auch aus Korea und Russland. Heute sind die amerikanischen Kontinente der größte Markt, aber Europa holt schnell auf.

